Die Töpferin am Kanal
Zwischen Schilf und alten Lagerhallen formt sie Becher, die an Wasseroberflächen erinnern. Die Glasuren mischt sie mit Aschen aus Obstbaumschnitt und feinem Sediment, das der Kanal im Frühjahr freigibt. Nachbarinnen helfen beim Sieben, Kinder malen Stempel. Beim abendlichen Ausräumen des Ofens wird geteilt, getauscht, gelacht. Wer aus diesen Bechern trinkt, schmeckt Gemeinschaft, Geduld, Gedichte und die leisen Geschichten eines Ufers, das ständig im Wandel bleibt.